Oliver, Christoph, Raphael, Sabine, Billo und ich haben uns am 30. Oktober zu einem feinen Znacht und einem anregenden Gespräch getroffen.
Dabei zeigte es sich natürlich, wie unausgegoren die Idee ist. Wir haben wild durcheinanderdiskutiert und sind oft bei den "was alles nicht geht" hängen geblieben. Ein Diskussionsstrang drehte sich um die Frage, ob Handel nicht grundsätzlich regional sein sollte, ein anderer um die Schwierigkeit der "Übersetzungsarbeit" zwischen verschiedenen Sprachen und Kulturen.
Mit einzelnen Elementen des "Baukastens" konnten wir nicht richtig spielen, da sie den meisten nicht so vertraut waren. "Open-Source" löste in der Runde eher eine kollektive Abwehr-Reaktion aus ;-) und das
chaordische Organisationsmodell ist leider noch wenig bekannt.
So blieb am Schluss so etwas wie ein "alternatives eBay" übrig. Etwas wenig für eine Idee, die mit dem Anspruch angetreten war, die Welt zu verändern ;-)
Damit kein falsches Bild entsteht: Es war eine spannende Diskussion, der Wein floss in Strömen und das Essen war gut. Auch muss die Idee irgendwie etwas ausgelöst haben, dass zum Nachdenken oder besser zum Weiterdenken anregt. Eine Einladung zu Oliver oder Billo nach Winterthur ist auf jeden Fall angekündigt. Auch die
Gebana hat sich gemeldet und möchte „mitspinnen“.
Klar wurde mir an diesem Abend auch folgendes: Die EDV-technische Seite von so einem Projekt lässt sich mit den heutigen Mitteln lösen. Wahrscheinlich stellt auch die Logistik keine unüberwindlichen Hindernisse. Viel schwieriger gestaltet sich die Fragen der Governance.
Zukünftige Spinnerclubs werden wir wohl sinnvollerweise auf einzelne Module oder Teilaspekte des Themas beschränken. Zum Beispiel auf die
Interfaces:
- Was erwarte ich als Konsument von einem solchen System?
- War erwarten Menschen, die an Corporate Governance interessiert sind?
- Was die Hersteller?
Ich glaube, dass es sehr spannend wird, das ganze Projekt erst einmal als „black Box“ zu sehen. Wir beschreiben einfach des gewünschte Verhalten der Organisation aus der Sicht der verschiedenen Ziel- und Anwendergruppen, ohne uns um die technische Seite – und dadurch um die Machbarkeit - zu kümmern.