Ich wollte gerade einen kurzen Beitrag darüber schreiben, was unser Projekt NICHT sein will. Ein Punkt aus dieser Aufzählung wäre: "ein eBay für fair gehandelte Güter"
Dafür gibt es mehrere Gründe:
Erstens kennen wir ein gutes, glaubhaftes Projekt, das in Kooperation mit verschiedenen ebenfalls glaubhaften Organisationen eine solche Handelsplattform unter dem Namen faircustomer.ch plant. Wir unterstützen das und freuen uns auf den Moment, wo diese Plattform online geht.
Zweitens geht es uns um ein grösseres Anliegen: Wir wollen sinnvolle und nachhaltige Produktentwicklung, Produktion und Handel professionell organisieren und für uns als KonsumentInnen wie auch für uns als ProduzentInnen/ArbeitnehmerInnen transparent und fair gestalten. Das ist eine ziemlich grosse Herausforderung und genau das reizt uns an diesem Projekt.
Während ich also gerade an diesem Beitrag rumbastle, erfahre ich, über "heise online" das jetzt tatsächlich auch eBay auf den FairTrade-Zug aufspringt. Die Kommentare zum Artikel sind allerdings nicht sehr begeistert...
Wenn schon online einkaufen, würde ich das auf jeden Fall eher bei einer spezialisierten Plattform tun, die von engagierten und vertauenswürdigen Menschen betrieben wird. Bei faircustomer.ch eben, sobald sie online geht.
Was würde geschehen, wenn es uns gelänge, die Effizienz eines Konzerns mit dem Potential von Open-Source, den technischen Möglichkeiten des Internets und der Dynamik von Social Communities zu verbinden? Es gibt dafür eine Entwicklungsplattform auf http://www.fairwork.org. Hier findest du daher in Zukunft vor allem persönliche Reflexionen.
Montag, 26. Mai 2008
Sonntag, 11. Mai 2008
3, Spinnerclubtreffen
Der 3. Spinnerclub fand das erste mal in einer Arbeitsumgebung statt. Wir trafen uns in meiner Praxis, verpflegten uns am Buffet und standen, sassen und lagen um Flipcharts herum. Christoph und Billo konnte dieses mal leider nicht mitmachen. Dafür war Christian, Philipp und Barbara das erste mal dabei. Alex brachte seinen interessierten Sohn mit. Hier der Stand des Projektes nach diesem Treffen:
1. Start:
Wir sind uns einig, dass wir mit dem Projekt starten sollten, auch wenn noch nicht alle Fragen geklärt sind. Die einzelnen Phasen für Gründung und Entwicklung werden weiter unten beschrieben.
Wir brauchen für diesen nächsten Schritt sinnvollerweise einen collaborative workspace für die weitere Koordination des Projektes. Die Funktionalität eines Blogs reicht dafür nicht mehr aus. Wo gibt es eine solche Plattform, die wir möglichst bald und mit akzeptierbarem Aufwand einrichten und nutzen könnten?
2. Rechtliche Grundstruktur:
Eine gute Governance ist die Basis unseres Projektes. Sie soll den ideellen Kern des Projektes nachhaltig verankern und auch ein stürmisches Wachstum verkraften.
Die formale Grundkonstruktion wird eine Kombination von Aktionegesellschaft für das Operative und eine Stiftung als Garantie für das Ideelle sein.
Eine wertvolle Aktiengesellschaft kann attraktiv werden für eine Übername von dritten oder auch von Begehehrlichkeiten von innen. Dadurch, dass alles Wertvolle: (Marke, Patente, Daten) nicht der Aktiengesellschaft gehört, sondern einer Stiftung, bleibt der AG das operative geschehen und das ist für eine Übername nicht interessant.
3. Aktiengesellschaft:
Es wird verschiedene Kategorien von Aktien geben:
4. Stiftung:
Die Stiftung wird von einem Stiftungsrat verwaltet.
5. Stiftungszweck/Satzung:
Diese können nicht verändert werden und sollten daher so allgemeingültig formuliert werden, dass er den nötigen Wandel nicht behindert und trotzdem die Erhaltung der Grundidee garantiert.
6. Ausführungsbestimmungen:
Alle Statuten, die nicht in der Satzung verankert sind, können in Ausführungsbestimmungen formuliert werden. Diese können veränderbar seine.
7 Stiftungsrat:
Im Stiftungsrat sitzen idealerweise VertreterInnen aller relevanten Stakeholder.
Um Entwicklung, Prodkution und Handel von sinnvollen, nachhaltigen und fair hergestellten und gehandelten Produkten zu ermöglichen braucht es einen Markt von einer gewissen Grösse. Diesen Markt schaffen wir mit einer Community-Plattform. Das erste Ziel der Aktiengesellschaft wird es sein eine gute Plattform zu entwickeln. Der Betreib der Plattform liegt bei der Aktiengesellschaft, das Programm und die Daten gehören jedoch der Stiftung. (siehe Punkt 2).
9. Einbindung möglichst vieler Mitgliedern:
Die Plattform kann verschiedenen NPO’s die ideell in unsere Richtung gehen und die noch keine eigene Kommunikationsplattform entwickelt haben angeboten werden. Der Vorteil für die Organisationen ist es:
Die Stiftung äufnet Gelder für die Entwicklung von sinnvollen Produkten. In Diskussionsforen der Community-Plattform gibt es Vorschläge für wünschenswerte nachhaltige Produkte. Die gesamte Community hat über Pools die Möglichkeit Projekte zu priorisieren und Entwicklungen mitzufinanzieren.
11. Einbindung von ProduzentInnen:
ProduzentInnen, die einen Vertrag mit einem Reglement für faire und nachhaltige Produktion mit der Aktiengesellschaft abschliessen, sind berechtigt die Produkte-Entwicklungen zu nutzen. Sie haben über die Community-Plattform Zugang zu interessierten Kunden, die schon die Entwicklung der Produkte gewünscht und ev. sogar finanziell unterstützt haben.
12. Einbindung von Handels- und VertriebspartnerInnen:
HändlerInnen, die einen Vertrag mit einem Reglement für faire Handel mit der Aktiengesellschaft abschliessen, sind berechtigt, die Produkte in ihr Sortiment aufzunehmen. Sie erhalten Zugang den KonsumentInnen der Community-Plattform.
1. Start:
Wir sind uns einig, dass wir mit dem Projekt starten sollten, auch wenn noch nicht alle Fragen geklärt sind. Die einzelnen Phasen für Gründung und Entwicklung werden weiter unten beschrieben.
Wir brauchen für diesen nächsten Schritt sinnvollerweise einen collaborative workspace für die weitere Koordination des Projektes. Die Funktionalität eines Blogs reicht dafür nicht mehr aus. Wo gibt es eine solche Plattform, die wir möglichst bald und mit akzeptierbarem Aufwand einrichten und nutzen könnten?
2. Rechtliche Grundstruktur:
Eine gute Governance ist die Basis unseres Projektes. Sie soll den ideellen Kern des Projektes nachhaltig verankern und auch ein stürmisches Wachstum verkraften.
Die formale Grundkonstruktion wird eine Kombination von Aktionegesellschaft für das Operative und eine Stiftung als Garantie für das Ideelle sein.
Eine wertvolle Aktiengesellschaft kann attraktiv werden für eine Übername von dritten oder auch von Begehehrlichkeiten von innen. Dadurch, dass alles Wertvolle: (Marke, Patente, Daten) nicht der Aktiengesellschaft gehört, sondern einer Stiftung, bleibt der AG das operative geschehen und das ist für eine Übername nicht interessant.
3. Aktiengesellschaft:
Es wird verschiedene Kategorien von Aktien geben:
- NPO’s aus dem Bereich Entwicklungszusammenarbeit, Fairer Handel, Oekologie, deren Ziele mit uns übereinstimmen, können Aktien mit dem 10-fachen Stimmrecht erwerben. Sie dienen als Garant der Grundidee.
- „Normale“ Aktionäre erhalten Aktien mit einfachem Stimmrecht.
- Aktionäre mit ökonomisch schlechteren Voraussetzungen und MitarbeiterInnen der Aktiengesellschaft erhalten Namenaktien mit normalem Stimmrecht aber zu einem reduzierten Preis.
4. Stiftung:
Die Stiftung wird von einem Stiftungsrat verwaltet.
5. Stiftungszweck/Satzung:
Diese können nicht verändert werden und sollten daher so allgemeingültig formuliert werden, dass er den nötigen Wandel nicht behindert und trotzdem die Erhaltung der Grundidee garantiert.
6. Ausführungsbestimmungen:
Alle Statuten, die nicht in der Satzung verankert sind, können in Ausführungsbestimmungen formuliert werden. Diese können veränderbar seine.
7 Stiftungsrat:
Im Stiftungsrat sitzen idealerweise VertreterInnen aller relevanten Stakeholder.
- VertreterInnen der Aktiengesellschaft
- VertreterInnen der ProdukteentwicklerInnen
- VertreterInnen der ProduzentInnen
- VertreterInnen der HändlerInnen
- VertreterInnen der KundInnen
Um Entwicklung, Prodkution und Handel von sinnvollen, nachhaltigen und fair hergestellten und gehandelten Produkten zu ermöglichen braucht es einen Markt von einer gewissen Grösse. Diesen Markt schaffen wir mit einer Community-Plattform. Das erste Ziel der Aktiengesellschaft wird es sein eine gute Plattform zu entwickeln. Der Betreib der Plattform liegt bei der Aktiengesellschaft, das Programm und die Daten gehören jedoch der Stiftung. (siehe Punkt 2).
9. Einbindung möglichst vieler Mitgliedern:
Die Plattform kann verschiedenen NPO’s die ideell in unsere Richtung gehen und die noch keine eigene Kommunikationsplattform entwickelt haben angeboten werden. Der Vorteil für die Organisationen ist es:
- Keinen eigenen Entwicklungs- und Wartungsaufwand
- Keine Abhängigkeit von einem profitorientierten Unternehmen
- Chance der grösseren Vernetzung über die eigene Institution hinaus
Die Stiftung äufnet Gelder für die Entwicklung von sinnvollen Produkten. In Diskussionsforen der Community-Plattform gibt es Vorschläge für wünschenswerte nachhaltige Produkte. Die gesamte Community hat über Pools die Möglichkeit Projekte zu priorisieren und Entwicklungen mitzufinanzieren.
11. Einbindung von ProduzentInnen:
ProduzentInnen, die einen Vertrag mit einem Reglement für faire und nachhaltige Produktion mit der Aktiengesellschaft abschliessen, sind berechtigt die Produkte-Entwicklungen zu nutzen. Sie haben über die Community-Plattform Zugang zu interessierten Kunden, die schon die Entwicklung der Produkte gewünscht und ev. sogar finanziell unterstützt haben.
12. Einbindung von Handels- und VertriebspartnerInnen:
HändlerInnen, die einen Vertrag mit einem Reglement für faire Handel mit der Aktiengesellschaft abschliessen, sind berechtigt, die Produkte in ihr Sortiment aufzunehmen. Sie erhalten Zugang den KonsumentInnen der Community-Plattform.
Freitag, 2. Mai 2008
Innovationsplattformen
Innovations-Plattformen schiessen im Moment wie Pilze aus dem Boden (oder biologisch genauer aus dem Mykorrhiza des WWW's). Da gibt es z.B. openinnovation.ch. Diese Schweizer Plattform im Pilotbetrieb, verschenkt eifrig iPods und lockt
InnovatorInnen mit Prämien von ein paar tausend Franken für Ideen, die vom anfragenden
Unternehmen übernommen werden. Es sind dabei tatsächlich interessante Fragestellungen dabei. Zum Beispiel sucht WWF nach der besten Idee, wie private Bauherren zu überzeugen wären, sich vermehrt für ein Öko-Haus zu entscheiden.
Für ein Rätselraten in Blogosphäre hat Tchibo mit Tchibo ideas gesorgt. Die Plattform wurde
von einer cleveren PR-Kampagne begleitet.
Ich frage mich, ob und wenn, wie lange diese Plattformen funktionieren. Bei Tchibo haben wir es auf jeden Fall mit "Werbung der 4. Art" zu tun. Da der Kaffeeröster sein Geld schon lange mit mehr oder weniger sinnlosen und/oder pfiffigen Produkten verdient, springt vielleicht sogar die eine oder andere Idee heraus, die sich zu Geld machen lässt. Gut gemacht ist das Teil auf jeden Fall und eine gelungene PR-Aktion ebenfalls. Es ist erfreulich zu sehen, das clevere Projekte manchmal ein besseres Marketing-Instrument sind als dröde Werbung.
Spannend wird es, wenn diesen Plattformen einmal eine Plattform gegenübersteht, in der die Ideen der InnovatorInnen nicht von einem Unternehmen ausgebeutet werden, sondern allen zu gute kommen. Eine Plattform, in der die tatsächliche Arbeit anständig bezahlt wird und Crowdsourcing vor allem zur Verbesserung der Ideen verwendet wird.
Ich kann mir gut vorstellen, dass dort dann tatsächlich die "Kluge Köpfe unter sich" (Zitat Tchibo) sein werden. Auf jeden Fall zeigen all diese Initiativen, dass sich die Welt schwungvoll in eine Richtung bewegt, die wir für unser Projekt nutzen können.
InnovatorInnen mit Prämien von ein paar tausend Franken für Ideen, die vom anfragenden
Unternehmen übernommen werden. Es sind dabei tatsächlich interessante Fragestellungen dabei. Zum Beispiel sucht WWF nach der besten Idee, wie private Bauherren zu überzeugen wären, sich vermehrt für ein Öko-Haus zu entscheiden.
Für ein Rätselraten in Blogosphäre hat Tchibo mit Tchibo ideas gesorgt. Die Plattform wurde
von einer cleveren PR-Kampagne begleitet.
Ich frage mich, ob und wenn, wie lange diese Plattformen funktionieren. Bei Tchibo haben wir es auf jeden Fall mit "Werbung der 4. Art" zu tun. Da der Kaffeeröster sein Geld schon lange mit mehr oder weniger sinnlosen und/oder pfiffigen Produkten verdient, springt vielleicht sogar die eine oder andere Idee heraus, die sich zu Geld machen lässt. Gut gemacht ist das Teil auf jeden Fall und eine gelungene PR-Aktion ebenfalls. Es ist erfreulich zu sehen, das clevere Projekte manchmal ein besseres Marketing-Instrument sind als dröde Werbung.
Spannend wird es, wenn diesen Plattformen einmal eine Plattform gegenübersteht, in der die Ideen der InnovatorInnen nicht von einem Unternehmen ausgebeutet werden, sondern allen zu gute kommen. Eine Plattform, in der die tatsächliche Arbeit anständig bezahlt wird und Crowdsourcing vor allem zur Verbesserung der Ideen verwendet wird.
Ich kann mir gut vorstellen, dass dort dann tatsächlich die "Kluge Köpfe unter sich" (Zitat Tchibo) sein werden. Auf jeden Fall zeigen all diese Initiativen, dass sich die Welt schwungvoll in eine Richtung bewegt, die wir für unser Projekt nutzen können.
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