Innovations-Plattformen schiessen im Moment wie Pilze aus dem Boden (oder biologisch genauer aus dem Mykorrhiza des WWW's). Da gibt es z.B. openinnovation.ch. Diese Schweizer Plattform im Pilotbetrieb, verschenkt eifrig iPods und lockt
InnovatorInnen mit Prämien von ein paar tausend Franken für Ideen, die vom anfragenden
Unternehmen übernommen werden. Es sind dabei tatsächlich interessante Fragestellungen dabei. Zum Beispiel sucht WWF nach der besten Idee, wie private Bauherren zu überzeugen wären, sich vermehrt für ein Öko-Haus zu entscheiden.
Für ein Rätselraten in Blogosphäre hat Tchibo mit Tchibo ideas gesorgt. Die Plattform wurde
von einer cleveren PR-Kampagne begleitet.
Ich frage mich, ob und wenn, wie lange diese Plattformen funktionieren. Bei Tchibo haben wir es auf jeden Fall mit "Werbung der 4. Art" zu tun. Da der Kaffeeröster sein Geld schon lange mit mehr oder weniger sinnlosen und/oder pfiffigen Produkten verdient, springt vielleicht sogar die eine oder andere Idee heraus, die sich zu Geld machen lässt. Gut gemacht ist das Teil auf jeden Fall und eine gelungene PR-Aktion ebenfalls. Es ist erfreulich zu sehen, das clevere Projekte manchmal ein besseres Marketing-Instrument sind als dröde Werbung.
Spannend wird es, wenn diesen Plattformen einmal eine Plattform gegenübersteht, in der die Ideen der InnovatorInnen nicht von einem Unternehmen ausgebeutet werden, sondern allen zu gute kommen. Eine Plattform, in der die tatsächliche Arbeit anständig bezahlt wird und Crowdsourcing vor allem zur Verbesserung der Ideen verwendet wird.
Ich kann mir gut vorstellen, dass dort dann tatsächlich die "Kluge Köpfe unter sich" (Zitat Tchibo) sein werden. Auf jeden Fall zeigen all diese Initiativen, dass sich die Welt schwungvoll in eine Richtung bewegt, die wir für unser Projekt nutzen können.
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