Donnerstag, 20. Dezember 2007

Die Tatsachen

Um unsere Spielwiese genauer einzugrenzen und dem Vorwurf, wir seien einfach „a bisserl naiv“ entgegenzuwirken, möchte ich hier eine Liste von Tatsachen zur Diskussion stellen, mit denen wir bei unserer kniffligen Aufgabenstellung rechnen müssen. Ergänzungen sind natürlich willkommen. Du bist auch zur kritischen Nachprüfung eingeladen,, ob es sich bei erwähnten Punkten tatsächlich um Tatsachen und nicht eher um hartnäckige(vor-) Urteile handelt. Schliesslich kannst du auch clevere Ideen oder gute Praxisbeispiele hinterlegen, die zu einer Lösung beitragen können.

Erste unvollständige Liste:
  1. Professionelle Entwicklung, Einkauf und Marketing übernehmen in einer funktionieren Organisation eine wichtige Übersetzungsarbeit zwischen ProduzentInnen und KundInnen. Das kann nicht einfach über durch eine Plattform ersetzt werden
  2. Internetplattformen ohne persönliches Beziehungsnetz, reale Begegnungsmöglichkeiten und gemeinsame konkrete Interessen funktionieren nicht.
  3. Ein System, dass unserer Vision entspricht muss ein gewisses Volumen entwickeln um rentabel zu sein. Es braucht daher ziemlich viel Kapital in der ersten Phase.
  4. Je grosser eine Organisation ist, um so schwerfälliger und undemokratischer wird sie normalerweise.
  5. Wenn die Governance bei allen Stakeholdern bleiben soll, werden diese InvestorInnen nicht bei „normalen“ Venture-capitalists zu finden sein.
  6. Das System muss auch ausserhalb des Internets sichtbar sein und Menschen, die keine Computer-Kids sind über verschieden Formen von Assistenz Zugang ermöglichen. Die Internet-Freaks können jedoch bei der Entwicklung und Verbreitung eine wichtige Rolle spielen.
  7. Von den Produkten, die sich auf den ersten Blick für unserer System eignen (Textilien, Kaffee usw) gibt es schon gute Lösungen im Fairtrade-Bereich.
  8. Jedes Produkt muss neu betrachtet werden. Es gibt in der Entwicklung, der Produktion und in der Logistik oft wenig Gemeinsamkeiten zwischen verschiedenen denkbaren Produktegruppen. Das Bilden von zuverlässigen Kompetenz- Clustern ist daher ev. aufwändig und kostspielig.
  9. Fairtrade ist ein schwer zu fassender Begriff und stellt hohe Anforderungen an Information, Kommunikation und Kontrolle.
  10. Menschen sind grundsätzlich träge. Eine genügen grosse Gruppe muss sich aber schon früh bewegen, damit ein Markt entsteht.
(Liste bitte ergänzen)

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